Nordteil des Geiseltalsees wieder dicht

Der Norden des Geiseltalsees ist wieder zu!  Der NABU klagt gegen die Öffnung des Nordteil des Geiseltalsees. Bis das Gericht ein endgültiges Urteil fällt, hat es jedoch die Nutzung des Nordteils und den Kitesport vorerst untersagt.

Wir prüfen unsere nächsten Schritte / Aktionen und halten Euch auf dem Laufenden.

Hierzu die Meldung des Landkreises Saalekreis-->

Dazu Worte des Bürgermeisters der Anrainerkommune Stadt Mücheln (Geiseltalsee):
"Über die Nachricht - Verwaltungsgericht unterbindet vorläufig die Freigabe des nördlichen Geiseltalsees - bin ich total schockiert! Gerade zu diesem Zeitpunkt - einen Tag vor dem Hafen- und Geiseltalseefest in Mücheln sind das keine guten Neuigkeiten für die Region und kann schon als mittlere Katastrophe bezeichnet werden.
Diese Zwischenverfügung ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Der Landkreis Saalekreis hat über sieben Jahre ein transparentes Verfahren geführt, alle Beteiligte angehört und die eingegangenen Stellungnahmen in einen schwierigen Prozess abgewogen und letztendlich eine Entscheidung getroffen.
Mit der Sanierung und Rekultivierung des ehemaligen Tagebaus sind große Kraftanstrengungen verbunden mit einem enormen finanziellen Aufwand betrieben worden um der Region eine neue Chance, eine Zukunft zu geben.
„Der Geiseltalsee ist nicht nur schön, er ist ein Symbol für Wandel: Früher Braunkohle, heute Naherholung, Natur, Tourismus und neue Chancen für die Region.“
Es war immer das erklärte Ziel den Geiseltalsee in seiner Gesamtheit im Einklang mit dem Naturschutz zu nutzen. Für den Naturschutz wurden zahlreiche Vorkehrungen getroffen und eine Nutzung der sensiblen Bereiche ausgeschlossen.
Wenn man heute mit offenen Augen durch das Geiseltal geht und die Natur beobachtet, ist ein spürbarer positiver Wandel sichtbar. Wo einst die Kohle lagerte, ist heute ein schönes Fleckchen Erde entstanden. Ich kenne die genauen Zahlen nicht, aber die neu angelegten Flächen mit Wiesen, Sträuchern und Wäldern haben das Gesicht der Region enorm positiv verändert. Die Natur hat einen großen Raum zur Entfaltung im Bereich des ehemaligen Tagebaus erhalten.
Was diese Entscheidung des Gerichts letztendlich gerade auch für die Kommunen, die Privatpersonen sowie wirtschaftliche Unternehmen bedeutet kann ich überhaupt noch nicht sagen. Viele haben aufgrund der neuen Regelungen investiert bzw. wollen investieren.
Was mich ebenfalls bewegt, ist die Tatsache, dass Landkreis und Kommunen, welche bereits Geld für die Umsetzung der neuen Regelungen eingesetzt haben, nun alles rückgängig machen müssen und vorallem in die Pflicht kommen, diese Entscheidung zu kontrollieren. Eine Aufgabe, welche sehr schwer umzusetzen sein wird.
Ich persönlich befürworte und unterstütze die Einlegung des Rechtsmittels durch den Landkreis Saalekreis gegen diese Entscheidung.
Abschließend bleibt mir nur noch ein Wunsch: wenn WIR das Geiseltal weiter entwickeln wollen, braucht es eine gemeinsame Stimme aller Beteiligten im Geiseltal. Ein Gegeneinander bringt allen Seiten nichts. 
Ich bekräftige und wiederhole meine Aufforderung an den NABU mit uns zu reden, dass ist in der Vergangenheit nicht erfolgt."

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