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Ostdeutsche Meisterschaften in Merseburg

Ostdeutsche Meisterschaften in Merseburg 

 

Müchelner VfH setzt in Merseburg neue Maßstäbe KUNSTRADFAHREN Landespräsident Günter Grau lobt Ausrichter der Ostdeutschen Meisterschaften. Gastgeber belohnen sich mit Bestleistungen und neun Medaillen.

 

VON STEFAN THOMÉ UND KONSTANZE WITTERSBERG

 

MERSEBURG/MZ - Der Aufwand hat sich mehr als gelohnt. Und so war es verständlich, dass Angela Heimbach, Cheftrainerin des VfH Mücheln, zusammen mit ihren Kunstrad-Schützlingen am Samstagabend zum Lied "Es war so ein schöner Tag" ausgelassen im Kreis tanzte. Erstmals hatten die Geiseltaler Rad-Artisten die Ostdeutsche Meisterschaften im Kunst- und Einradfahren in der Merseburger Rischmühlen-Halle ausgetragen -und dabei Maßstäbe gesetzt.

"Das war hervorragend organisiert und professionell aufgezogen", lobte der Präsident des Radsportverbandes Sachsen-Anhalt Günter Grau (Sandbeiendorf), der gleichfalls betonte, dass die Hallenradsportler im Fachverband die größte Fraktion stellen, was die lizenzierten Sportler angeht. "Dieses Phänomen zieht sich hoch bis in den nationalen Dachverband Bund Deutscher Radfahrer. Da gibt es mehr aktive Kunstradfahrer und Radballer als Rennradsportler", erklärte er. Sein Stellvertreter, Gerd Heimbach, der gleichzeitig auch Vorsitzender des VfH Mücheln ist, hält dazu fest, dass Mücheln den mitgliederstärksten Radsport-Verein in Sachsen-Anhalt stellt.

Das wurde am Sonnabend deutlich sichtbar. Überall waren die gelb leuchtenden Club-Shirts oder Trainingsjacken der VfH-Sportler und vor allem der zahlreichen fleißigen Helfer zu sehen.

"Mitglieder und Eltern haben eine logistische Meisterleistung absolviert", meinte Angela Heimbach. Sie erklärte, warum man nach Merseburg umgezogen war: "Die Sporthalle in Mücheln wäre für die rund 130 Starts mit an die 200 Räder sowie für die 300 Zuschauer einfach viel zu klein gewesen." Das bestätigte sich vor allem bei den Nachwuchs-Wettkämpfen, die bis zum Mittag für eine volle Tribüne sorgten. "Die Rischmühlen-Halle kennen wir gut von der Weihnachtsgala und hier gibt es neben ausreichend Platz eine perfekte Infrastruktur", so Heimbach. Ihr Dank ging entsprechend an die Kreis- sowie Stadtverwaltung für die Überlassung. Von den Helfern hob sie Uwe Bachmann hervor. Er hatte gleich mehrere Premieren verwirklicht. Passend zur offiziellen Homepage setzte er die Kampfrichter an Computer, von wo aus die Wertungen live auf Leinwände übertragen wurden. Darüber hinaus erstellte er Starter- und Ergebnislisten, druckte Urkunden und hatte zusammen mit Steffen Crochol die graphische Dekoration vorbereitet.

Sportlich schnitt der VfH ebenfalls bestens ab. Bei 19 Starts holten die Müchelner eine Goldmedaille sowie je viermal Silber und Bronze. Für Celine Grochol war es ein besonderer Tag. Sie wurde Ostdeutsche Meisterin bei den Schülerinnen B (U 13). Julia Bachmann war in der gleichen Altersklasse ebenfalls bestens aufgelegt, fuhr um einige Ränge vor und freute sich als Dritte über den überraschenden Sprung auf das Podest. Crochol sicherte sich zudem im Zweier mit Partnerin Lena Knappe, die in der U 15 Bronze gewann, den Vizetitel vor Mareike Weyrowski und Julia Bachmann.

Bei den Schülerinnen C (U 11) legte Alina Klawonn eine souveräne Darbietung aufs Parkett und wurde mit einem sensationellen zweiten Platz belohnt. Bei den U-19-Juniorinnen setzten sich Sophie Bachmann und Charlott Kuse im Zweier vor ihren Vereinskolleginnen Nicole Schütz und Franziska Lisker durch und holten sich Silber. Beste Solistin dieses Quartetts war Bachmann, die mit neuer Bestleistung überzeugte und sich vor Schütz und Lisker den sechsten Rang sicherte. Den vierten Vizetitel für den VfH holte das neu formierte Mixed-Duo Kerstin Spindler und Stefan Thomé beim erst dritten gemeinsamen Start in der offenen Eliteklasse. Zahlenspiegel.

 

Mehr zur Ostdeutschen Meisterschaft und den Kunstradfahrern des VfH im Internet unter: www.kunstrad-geiseltal.de

die Kampfrichter sind bereit - Foto: Uwe Bachmanndie Mannschaften vor den Wettkämpfen - Foto: Uwe Bachmannsynchron im 2er Kunstradfahren - Foto: Uwe Bachmannder VfH hatte seine Fans mit - Foto: Uwe Bachmannauch bei den Gegner schaut man zu und applaudiert - Foto: Uwe BachmannSiegerjubel in Kunstradfahrerart - Foto: Uwe Bachmannein Feuerwerk für den VfH - Foto: Uwe BachmannWerbung für die Heimat des VfH, den Geiseltalsee - Foto: Uwe Bachmann