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Geiseltalsee Gestern Tagebau – Morgen der größte See in Sachsen-Anhalt
Das Geiseltal im Bundesland Sachsen-Anhalt befindet sich ca. 10 km westlich der Kreisstadt Merseburg im Landkreis Merseburg-Querfurt. Die Region erhielt ihren Namen nach dem Bachlauf der “Geisel”, deren Quelle auf den Muschelkalkhöhen in Mücheln, Ortsteil St. Micheln, entspringt. Weltweit bekannt geworden ist das Geiseltal durch die Funde von fossilen Urpferdskeletten. Dort, wo heute ein rund 2.000 ha großes Loch in der Landschaft klafft, existierten früher 16 Dörfer mit mehr als 12.000 Einwohnern. Bereits im 17. Jh. wurde hier die erste Kohle gewonnen. Bis zur Einstellung des Bergbaus 1993 wurden insgesamt ca. 1,4 Milliarden Tonnen Kohle gewonnen. Seit Jahren bereits läuft die Sanierung. Am 30.06.2003 wurde mit der Flutung begonnen. Im Ergebnis entsteht der Geiseltalsee mit einer Wasserfläche von ca. 1.800 ha, einer Tiefe von bis zu 80 m und einer Uferlänge von 41 km.Der entstehende Seenkomplex wird zum Ausgangspunkt für die Umgestaltung des gesamten Geiseltals zu einem Erholungs- und Tourismusstandort. Für die Anwohner und Erholungssuchenden wird rund um den Geiseltalsee ein umfangreiches Freizeitwegenetz (Fuß-, Rad- und Reitwege) entstehen. Bis Mitte 2007 soll der Radwander-Rundweg um den See fertiggestellt werden. Doch schon jetzt können Besucher die rasende Entwicklung an verschiedenen Punkten verfolgen.
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